Am 06.09. waren wir beim Bezirksmusikfest in Pöchlarn. Nach dem Festakt traten wir in Stufe D bei der Marschmusikbewertung an. Erstmals ging als Stabführer unser Obmann Maximilian Spindelberger. Wir erreichten 83,5 Punkte.
Am Wochenende fand unser Genuss-Heuriger statt. Wir verwöhnten unsere Gäste erneut mit besonderen Speisen, die man üblich nicht auf Festen findet. Von den Rindfleischsalat bis hin zum Schweinsbraten war für jeden Geschmack etwas dabei. Als Nachspeise gab es selbstgebackene Mehlspeisen oder Waffeln mit vielen verschiedenen Toppings. Doch nicht nur kulinarisch kam der Genuss nicht zu kurz; auch musikalisch boten wir ein abwechslungsreiches Programm. Blechhochdruck und Musijancka sorgten mit ihren Live-Auftritten für tolle Stimmung.
Seine Funktion als Obmann der 1. Waldviertler Trachtenkapelle Weitental legte Johann Habegger nach 36 Jahren vor kurzem in jüngere Hände. Zum Nachfolger wurde Maximilian Spindelberger gewählt.
Seit dem Jahre 1990 leitete der 65-jährige Johann Habegger (als Nachfolger von Bürgermeister Ludwig Holzinger) die Geschicke der 1. Waldviertler Trachtenkapelle Weitental. Aktiver Musiker bleibt aber Johann Habegger weiterhin.
Seine Freizeit widmete Habegger der Musik, sei es Blas- oder Tanzmusik. Im Alter von vier Jahren lernte er Blockflöte, mit fünf Jahren Klarinette und ein Jahr später mit sechs durfte er schon mit den ,,Großen“ in der Jugendkapelle aufspielen. ,,Mein Talent wurde stetig gefördert“. Als Ziehväter für die Blasmusik nennt er Anton Maurer sen. und jun. sowie Ernst Landstetter. Damals lag die intensive Ausbildung (es gab noch keine Musikschulen) in privater Hand.
Johann Habegger erlebte den rasanten Aufstieg der Blasmusikkapelle mit damals rund 50 Mitgliedern und bis zu 64 Ausrückungen im Jahr. Mittlerweile haben sich diese Zahlen aber eingependelt. Von Beginn seiner Laufbahn an nennt er u. a. folgende Auftritte: öffentliche Veranstaltungen kirchlich oder bei Vereinen und Körperschaften, Bundesmusikfest in Wien, Int. Trachtentreffen Krems, Blasmusikfestival ,,Böhmischer Traum“ in Brand-Nagelberg, die Nominierung und Teilnahme zur ersten NÖ Landesmarschmusikbewertung sowie Auftritte in Südtirol, Finkenberg, Bad Schallerbach und mehrmals in der Partnergemeinde Weiten im Saarland.
Vor seiner Zeit waren die Musiker und Musikerinnen bei prominenten Anlässen musikalisch vertreten: König Olaf V. (Schweden) besuchte im Jahre 1969 Melk und Bundespräsident Lübke (BRD) wurde im Jahre 1963 von den Weitentalern musikalisch empfangen.
Habegger betont, dass er als Obmann immer engagierte Musikerinnen und Musiker an seiner Seite hatte. Blasmusik ist gelebte Volkskultur und gelebte Gemeinschaft, in der mehrere Generationen harmonisch zusammenwirken. Das WIR, das Gemeinsame, stand und steht dabei immer im Vordergrund. Unserem Kapellmeister Franz „Spindi“ Spindelberger gebührt mein größter Dank. Seit 1990 gehen wir in Freundschaft Seite an Seite und unterstützen uns stets.
Einige Höhepunkte in der 36-jährigen Laufbahn: Neuorganisation unserer Vereinsfeste – Muttertagskonzerte – Weitentaler Advent – als Höhepunkt das neue „Haus der Musik“, das wir der Hartnäckigkeit von Kapellmeister Franz Spindelberger zu verdanken haben.
Sein beruflicher Werdegang: Koch-/Kellnerlehre, Konzessionsprüfung für das Gastgewerbe, Lehramtsprüfung für den fachpraktischen Unterricht, war Lehrer und Fachvorstand in der Höheren Tourismusschule im WIFI St. Pölten. In seiner Heimatgemeinde war er zehn Jahre ein umsichtiger und geschätzter Bürgermeister.
Zum Schluss hat er aber noch ein paar Wünsche parat: „Mehr musikalischen Nachwuchs – weiterhin diesen Zusammenhalt und gelebte Kameradschaft. Jedem Musiker und jeder Musikerin wünsche ich dieselbe Freude und die positiven Schwingungen beim Musizieren wie ich sie empfinde.“
Ein wenig nachdenklich wird Johann Habegger über das derzeitige Musikschulwesen in Niederösterreich: „Ich war bei der Gründung der Musikschule Jauerling dabei und es hat über die Jahre gut funktioniert. Die jetzigen, aufgezwungenen Verbandszusammenlegungen sind kontraproduktiv, sie erhöhen nur Kosten, die Eltern und Gemeinden tragen müssen. Es könnte leicht passieren, dass wir bald unsere Jungmusikantinnen und Musikanten‘ wieder selbst ausbilden müssen.“
Am 09. Mai fand unser traditionelles Muttertagskonzert statt. Wir freuten uns dass so viele Besucher unsere bunte Auswahl an Stücken hören wollten. Weiters nutzen wir die Gelegenheit einige verdiente Musiker zu ehren. Dies übernahm der NÖBV Bezirksobmann Dominik Will, sowie Landesobmann Stellv. Gerhard Schnabl.
Johann Hackl erhielt die Ehrenmedaille in Gold mit Spange 50 Jahre für 50 Jahre Mitgliedschaft. Johann Aniwanter erhielt die Ehrenmedaille in Gold mit Spange 60 Jahre für 60 Jahre Mitgliedschaft. Johann Habegger erhielt die Ehrenmedaille in Gold mit Spange 60 Jahre für 60 Jahre Mitgliedschaft.
Ignaz Mittmasser erhielt die Ehrennadel in Silber für die Jahrzehnte lange Arbeit als Archivar. Leopold Stummer erhielt die Ehrennadel in Gold für die Jahrzehnte lange Arbeit als Kassier. Johann Habegger erhielt die Ehrennadel in Gold für die Jahrzehnte lange Arbeit als Obmann.
Zum Schluss überreichten wir dem ehemaligen Obmann Johann Habegger die Urkunde zum „Ehrenobmann“ unserer Kapelle.
Am vergangenen Samstag hielten wir unsere Generalversammlung ab, bei der wir einen neuen Vereinsvorstand wählten. Besonders erfreulich war, dass viele junge Mitglieder sich bereit erklärt haben, Verantwortung zu übernehmen. Die größte Veränderung gab es jedoch an der Spitze. Obmann Johann Habegger übergab nach 36 Jahren die Führung des Vereins an Maximilian Spindelberger und Melanie Zottl.
Heuer sind wir nicht zur Konzertbewertung angetreten, sondern erstmals zu Polka/Walzer/Marsch-Bewertung. In Persenbeug spielten wir die Polka „Daheim in Böhmen“, den Glockenblumen-Walzer und den Marsch „Frisch und Froh“. Wir erreichten 85 Punkte.
Roman Schmuckenschlager schloss heuer das Leistungsabzeichen in Bronze auf der Posaune ab und gleichzeitig das Leistungsabzeichen in Silber auf dem Tenorhorn. Wir freuen uns wenn Mitglieder sich weiterbilden und gratulieren ihm recht herzlich zu diesem Erfolg.
Letztes Wochenende verwöhnten wir unsere Gäste erneut mit besonderen Speisen, die man übglich nicht auf Festen findet. Von den köstlichen Jauli-Weckerl bis hin zu „Fis & Chips Woodquater-Style“ war für jeden Geschmack etwas dabei. Doch nicht nur kulinarisch kam der Genuss nicht zu kurz; auch musikalisch boten wir ein abwechslungsreiches Programm. DEJAVU und Musijancka sorgten mit ihren Live-Auftritten für tolle Stimmung, und sogar ein Geburtstag wurde bei uns gefeiert.
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